Liebe Mitchristen! Der gestrige Sonntag wurde in unseren Gemeinden in besonderer Weise als der Sonntag der Kranken begangen. Grund dafür ist, am Samstag, dem 11. Februar, wird den Marienerscheinungen von Lourdes gedacht. 1858 erschien die Gottesmutter Maria dem Mädchen Bernadette Soubirous und so wurde dieser Ort in Frankreich zu einem millionenfach besuchten Wallfahrtszentrum. Nicht alle Kranken und Leidenden sind von ihren körperlichen Leiden befreit worden, doch die Menschen dürfen mit Hoffnung und einer Stärkung des eigenen Glaubens wieder nach Hause zurückkehren. Vielen fällt es danach leichter, ihr Leben, das oft von großem Leiden geprägt ist, in der Kraft des Glaubens zu meistern. Der Gedenktag der Kranken will auch uns nachdenklich machen, wie wir unseren Kranken und Leidenden Menschen begegnen. Krankheit bedeutet oft Unsicherheit, Angst, Verlust von wichtigen sozialen Kontakten und Beziehungen. Der Kranke zieht sich oft zurück, kann mit niemandem über seine Sorgen und Nöte sprechen, fühlt sich oft unverstanden. Viele Menschen trifft Kranheit und Leid auch völlig überraschend und unvorbereitet. Hier ist auch unsere Zuwendung zum einzelnen Menschen wichtig. Gelingt es uns, den verzagten und oft auch einsamen Menschen wieder in unserer Gemeinde zu integrieren? Versuchen wir, ihm ein "Zuhause" ein Dach über seine Seele zu geben? Versuchen wir, Menschen in schwierigen Lebenssituationen wirklich zu verstehen? Zählt für uns nicht auch oft nur der Mensch, der noch in den Augen der Gesellschaft viel leisten kann? Jesus hatte Mitleid mit den Kranken, so haben wir die letzten Sonntage im Evangelium gehört. Er nimmt sich jedes Menschen an und will ihm das Heil schenken. "Ich will es, werde rein!" So haben wir es am Sonntag gehört. Jesus will nicht einfach nur ein Wunder wirken, er möchte uns Menschen das größte und schönste geben, das wir uns nur wünschen können. Er nimmt uns an, und beschenkt uns mit seiner Liebe, die all das vollkommend ausfüllt was wir uns für unser Leben erträumen! Halten wir uns an diese Liebe, durch die unser Leben und das Leben unserer Schwestern und Brüder gelingen kann. Eine gute Woche wünscht Kaplan Thomas Natek.