Liebe Schwestern und Brüder unserer Pfarre, liebe Freunde! Sonntag der Weltmission! Hat das Wort Mission nicht einen sehr fragwürdigen Klang in den Ohren unserer Mitmenschen? Ist es nicht auch in der Geschichte unserer Kirche oft negativ besetzt gewesen? Oft fallen uns zum Begriff Mission Länder ein, die in anderen Kontinenten liegen. Von Europa aus versuchte die Kirche, das Evangelium, die frohe Botschaft zu allen Völkern zu bringen. Die Missionare versuchten mit den Menschen zu leben und ihnen eine gute Nachricht zu bringen, in oft schwierige Lebenssituationen hinein. (Denken wir nur an die vielen Kolonialmächte, welche die Menschen oft grausam ausnützten. Das Wort Mission kommt ja vom latein. Wort missio und bedeutet senden. Die Missionare wurden zu den Menschen gesendet, um ihnen etwas Gutes zu bringen. Unser Herr erinnert uns im Evangelium daran - geht hinaus in alle Welt und macht alle Menschen zu meinen Jüngern, tauft sie und lehrt sie alles befolgen was ich euch geboten habe. Seid gewiss, ich bin alle Tage bei Euch bis zum Ende der Welt. Neben der Verkündigung, versuchen Missionare auch den Menschen bei der praktischen Bewältigung ihrer Probleme zu helfen. Die Bischöfe Österrreichs haben uns für den heutigen Sonntag ein Hirtenwort geschrieben. Darin heisst es unter anderem: Ein Missionar muss ein Missionar der Liebe sein: jeder von uns ist von Gott und und seiner Kirche gesandt, um Gottes Liebe und Barmherzigkeit unter die Menschen zu bringen. Dieser Satz stammt von der seligen Mutter Teresa. Die Bischöfe berichten von einer jungen Frau aus Nicaragua, die sich aufgrund vieler Probleme ganz aus dem Leben zurückzog und vereinsamte. Durch eine Fernsehsendung, die ein christlicher Sender ausstrahlte, wurde sie durch eine Ordensschwester ermutigt ihr Leben zu ändern. Sie entschloss sich durch die Liebe die diese Schwester ausstrahlte zu einer Beichte und Aussprache und konnte dadurch eine neue Beziehung zu Gott aufbauen. Durch den Mut und die Entschlossenheit Jesus von neuem zu folgen, ging sie wieder hinaus in ihre Umgebung und war für alte, einsame und in Not geratene Menschen da. So erfüllte sie in ihrem Leben den Auftrag Jesu und fand selbst zu einem sinnerfüllten Leben. Bedenken wir, dass unsere Kirche auch viel Verantwortung trägt für ca. 1100 Diözesen, die in Missionsgebieten liegen. So werden in unseren Kirchen auch Produkte (Schokolade, Kaffee, etc ...) verkauft, um ihnen zu helfen und den Missionsauftrag Jesu in den Herzen der Menschen neu zu entzünden. Einen gesegneten Sonntag und eine gute Woche wünscht euer Kaplan Thomas Natek.