Gedanken zum Thema ...
(von Pfarrmoderator Thomas Natek)
2. Adventsonntag
Liebe Leserinnen und Leser!
In der heutigen ersten Lesung führt uns der Prophet Jesaja weiter durch den Advent. Gott denkt an sein Volk, er ist für dieses Volk einfach da. Die Zeit des babylonischen Exils ist eine harte, eine hoffnungslose Zeit, doch so wie Gott sein Volk einst aus Ägypten herausgeführt hat, so will er es wieder heimführen. Gott bahnt diesem Volk einen Weg, er schenkt allen Hoffnung und Trost. Auch wir Menschen dürfen dem Herrn den Weg bereiten, von seinem Kommen allen erzählen. Manchmal sind wir zu schwach dafür, wir haben zuwenig Kraft, denn die Sorgen des Alltags drücken uns oft nieder. Der Advent ist eine hoffnungsvolle Zeit, eine Zeit froher Erwartung. Versuchen wir gemeinsam die Freude, die aus einem gelebten Glauben kommt, wieder zu finden! Der Herr hat einen Weg für mich auch dort wo ich keinen mehr sehen kann! Johannes der Täufer verkündet im Evangelium nicht sich selbst sondern Jesus, denn in ihm ist die Liebe Gottes zu uns Menschen gekommen.
Ich möchte diese kurze Überlegung mit einer Betrachtung aus dem Büchlein Christ im Advent (Herausgegeben von Winfried Glade) schließen: Herr, was kann ich für das Kommen deines Reiches tun? Ich sollte intensiver darum beten. Was kann ich eigentlich mehr tun? Ich kann nicht einfach alles liegen lassen und deinen Namen unter den Völkern verkünden. Aber das verlangst du wohl auch nicht von mir. Du hast mich in deinen Dienst genommen. In der Taufe gabst du mir Anteil am gemeinsamen Priestertum. Mein Leben soll ich dir zum Opfer bringen. Künder deiner Treue soll ich sein. Je mehr ich diesem Ruf entspreche und so Christus gleich werde, um so mehr wird dein Name durch mich und mein Leben verherrlicht. Und je mehr dein Name verherrlicht wird auf Erden, um so näher ist uns dein Reich. Herr offenbare dich auch durch mein Leben allen Völkern und auch allen Menschen, die mir Tag für Tag begegnen.
Einen schönen Advent wünscht allen von Herzen Kaplan Thomas.