Gedanken zum Thema ...
(von Pfarrmoderator Thomas Natek)
3. Adventsonntag
Liebe Mitchristen, liebe Leser!
Bist du es, oder müssen wir auf einen anderen warten? So fragen die Menschen im heutigen Evangelium den Propheten Johannes. Er bekannte: Ich bin nicht der Messias. Wer bist du dann, fragen sie hartnäckig weiter.... Wir müssen denen, die uns gesandt haben, Antwort geben. Was sagst du über dich selbst? Er sagte: Ich bin die Stimme eines Rufers in der Wüste: Ebnet den Herrn den Weg. Die Größe seiner Berufung liegt vor allem darin, auf den kommenden Messias hinzuweisen, dann aber in der vollkommenen Treue, mit der er seine Aufgabe erfüllt hat.
Wir Menschen sind fast immer Suchende. Wo nach suchen wir? Suchen wir vielleicht Freude, Glück, Anerkennung, Geborgenheit? Wer sehnt sich nicht danach? Suchen wir im Leben nicht oft auch andere Menschen, die für uns da sind wenn wir sie brauchen, wenn wir uns alleine fühlen? Diese und viele andere Wünsche und Sehnsüchte bleiben oft unerfüllt, für viele von uns auch unereichbar. In den ersten christlichen Gemeinden war es oft nicht anders, doch die bevorstehende Ankunft des Herrn bestimmte das Leben und Hoffen der Menschen. Die Freude darüber, der Dank gegenüber Gott und die Achtung vor der Art und den Gaben des anderen. All das zeigt uns, dass der Geist Gottes in der Gemeinde und in jedem einzelnen lebt. Wir alle dürfen uns vom Geist Gottes leiten lassen, der Frieden und Freude bringen will.
Heute feiern wir den Sonntag "Gaudete", den Sonntag der Freude. Versuchen wir ein wenig so zu leben, dass diese Freude, die uns erfüllt, die Menschen, die mit uns leben, erreichen kann. Unser Leben kann so zu einem Lobgesang werden, so wie der Lobgesang Mariens sich im Magnificat ausdrückt: Meine Seele preist die Größe des Herrn und mein Geist jubelt über Gott meinen Retter! Alle Menschen sollen die erbarmende Liebe Gottes erfahren!
Viel Segen und viel Freude in dieser Adventzeit wünscht Kaplan Thomas