Liebe Mitchristen! Die Fasten- oder österliche Bußzeit gilt in unserer Kirche immer schon als eine besondere Zeit der Gnade. Sie will keine traurige Zeit sein, jedoch eine stille besinnliche Zeit. Jeder Christ ist dazu aufgerufen, selbst diese Zeit gut zu nützen. Genügt es, sich einige Fastenvorsätze zu machen, oder geht es doch um viel mehr? Fasten heißt auch frei zu werden von den vielen unnötigen Dingen und Unternehmungen, die uns im Leben oft geradezu gefangennehmen. Was könnte es bei mir sein? Fasten heißt auch liebgewonnenes manchmal auszulassen - vielleicht um es später mehr zu schätzen. Fasten heißt auch Zeit haben für die Menschen die uns brauchen, oft auf uns warten. Wenn es uns gelingt manches auszulassen, vielleicht haben wir dann auch mehr Zeit für wichtige persönliche Begegnungen. Oft darf ich selbst diese Freude erleben, wenn z.B. ältere oder einsame Menschen sich über einen Besuch freuen. Drei, ich würde sagen "goldene" Anweisungen, gibt uns das Evangelium vom Aschermittwoch mit auf den Weg: Fasten, Beten, Almosen geben. Alles für das christliche Leben notwendige dürfen wir darin finden. Nehmen wir uns aber nie "Zu viel" vor, sonst könnte es passieren, dass wir nur allzuschnell mutlos werden. Gott führt uns sehr behutsam durch unser Leben. So kann ich sie lieber Leser, liebe Leserin nur dazu ermutigen, auf diese gute Stimme Gottes zu hören! Nicht zuletzt gibt uns der Gottesdienst dazu eine wunderbare Gelegenheit! Eine gesegnete Fastenzeit wünscht Ihnen Kaplan Thomas.