Gedanken zum Thema ...
(von Pfarrmoderator Thomas Natek)
2. Fastenwoche
Liebe Leserin, lieber Leser!
Das Evangelium der Verklärung auf dem Berg (2. Fastensonntag) will uns in die 2. Fastenwoche führen. Lassen wir uns mitnehmen hinauf auf den Berg, um mit Jesus auch wieder hinunterzusteigen. Was will uns diese - nicht einfache - Botschaft sagen? Jesus steigt mit Petrus, Jakobus und Johannes hinauf, um Ihnen dort etwas Außergewöhnliches zu schenken. Der Sohn Gottes wird vor ihren Augen verwandelt und seine Kleider werden leuchtend weiß, wie sie kein Färber auf Erden machen kann. Jesus zeigt ihnen die bevorstehende Herrlichkeit, er ist wirklich der Retter der Welt und die Stimme aus der Wolke (ein Bild für Gott) bezeugt ihn als den vielgeliebten Sohn. Mose und Elija erscheinen als die Vertreter des alten Bundes und sie reden mit Jesus.
Ein sehr wichtiger Satz steht am Schluss des Evangeliums: Auf ihn sollt ihr hören! Alles tritt daraufhin in den Hintergrund - und sie sehen nur noch Jesus. Gut verständlich, dass die Jünger diesen Augenblick gerne festhalten würden. Deshalb auch die Idee, hier drei Hütten zu bauen. Doch sie brauchen diese "Hütten" nicht, denn sie müssen ja wieder hinunter vom Berg.
Wohin kommen sie? Wohl wieder in das Leben, zurück in die Realität. Was wird dort auf sie warten? Verzweiflung, Hoffnung, oft auch Unverständnis. Der zuerst so mutige Petrus wird sehr schwach werden, wenn Jesus seinen Leidensweg gehen muss. Vielleicht fällt ihm diese "Sternstunde" des Glaubens wieder ein.
Beneiden wir die drei Jünger nicht um dieses besondere Dabeisein auf dem Berg der Verklärung. Wie viel Gnade und Nähe Gottes dürfen auch wir immer wieder erleben, denken wir an das große Geschenk der Eucharistie. Gott selbst kommt zu uns unter diesen einfachen, ja demütigen Gestalten von Wein und Brot. Wir gehen auf Ostern zu, der Menschensohn ist von den Toten auferstanden. Gibt es für uns noch etwas Größeres oder Wichtigeres?
Weitere gute Fastentage wünscht Kaplan Thomas