Gedanken zum Thema ...
(von Pfarrmoderator Thomas Natek)
10. Sonntag im Jahreskreis
An Gott glauben zu dürfen, ja überhaupt zu können ist für uns alle ein großes Geschenk! Letztlich seiner großen Liebe zu uns Menschen! Am Sonntag versammeln wir uns um Ihn weil er uns einlädt und weil er uns durch sein Wort und sein Sakrament immer wieder neu beschenken will. Gott lässt uns seinen Auftrag, den er uns geben will, immer wieder neu erkennen, er gibt uns Kraft, aus seiner Botschaft zu leben und sie im alltäglichen Leben auch umzusetzen.
Mit dem heutigen Sonntag sind die vielen Feste vorerst vorbei, wir treten wieder in den "Alltag" ein. Der gewöhnliche Jahreslauf gibt uns viel Gelegenheit, unser Leben Tag für Tag zu erneuern. An Gott zu glauben fällt vielen Menschen nicht leicht! Vielleicht ringen auch wir immer wieder mit dem lieben Gott um Klarheit und Einsicht in seinen Willen. Von H. Lubac stammen die folgenden Worte:
  • Gott wird oft abgelehnt - als begrenze er den Menschen - doch gerade durch seine Beziehung zu Gott erfährt der Mensch, dass er etwas von Unendlichkeit in sich hat.

  • Gott wird abgelehnt - als knechte er den Menschen, doch gerade durch seine Beziehung zu ihm entgeht er aller Knechtschaft!

  • Gott wird abgelehnt - als zwinge er den Menschen - doch gerade durch die Beziehung zu ihm erhält der Mensch die unbegrenzte Fähigkeit auch "nein" sagen zu können!

Wir sehen wie sehr unser Leben erst durch ihn eine bleibende Erfüllung findet. Im heutigen Sonntagsevangelium hören wir wie oft die Menschen Jesus nicht verstehen. Zuerst seine Jünger, dann in einer sehr dramatischen Weise die Schriftgelehrten. Zuletzt spricht Gott wiederum zu uns. Wer den Willen meines Vaters erfüllt, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter. Wir verstehen gleich, dass wir zu seiner Familie gehören dürfen, wenn wir unser ganzes Leben und unsere ganze Existenz allein auf ihn hin ausrichten!
Eine gesegnete Woche in dieser dankbaren Gesinnung wünscht von Herzen
Kaplan Thomas Natek