Gedanken zum Thema ...
(von Pfarrmoderator Thomas Natek)
Hl. Leopold
Liebe Leserin, lieber Leser!
Heute, am 15. November, feiert die Kirche das Hochfest des hl. Markgrafen Leopold. Immerhin ist er der Landespatron von Österreich, doch scheint er fast vergessen zu sein. Vielleicht erinnert sich der eine oder andere daran, weil die Schüler(innen) heute schulfrei haben.
Es ist noch nicht lange her, dass wir das Fest Allerheiligen gefeiert haben, viele haben an diesem Tag ihrer verstorbenen Angehörigen gedacht. Sagen heilige Menschen dem modernen Zeitgenossen noch etwas? Sind sie noch Vorbilder für unser christliches Leben?
Beim heiligen Leopold dürfen wir dankbar an die Geschichte unseres Landes, unserer Heimat Österreich denken. Kaiser Heinrich der Heilige hatte das Bamberger Burggrafengeschlecht mit der Markgrafschaft Österreich belohnt. Aus dieser trefflichen Familie ging 1075 Leopold III. hervor, unser heutiger Heiliger. Geboren wurde er zu Gars am Kamp, seit 1095 war er an der Regierung und verunglückte bei einer Jagd am 15. November 1136. Beigesetzt wurde Leopold der Heilige im Stift Klosterneuburg bei Wien, das er 1113 erworben und reich ausgestattet hatte. 1114 gelang es ihm auch den Grundstein zur mächtigen Stiftskirche zu legen. Auch andere Stifte wurden durch ihn gegründet, Heiligenkreuz und Kleinmariazell, beide in der Nähe von Wien.
Leopold heiratete 1106 seine Gemahlin Agnes, mit der er 18 Kinder hatte. Er war auch maßgebend beteiligt bei der Erlangung der kirchlichen Eigenständigkeit Österreichs. Im Jahr 1125 wählte man Leopold zum deutschen König, seine Ernennung lehnte er mit Entschiedenheit ab. Leopold III. war ein Mann des Glaubens und besonders des Friedens. Sein Programm war davon durchdrungen, Gott und den Menschen in besonderer Weise zu dienen und sich der Probleme seiner Zeit zu stellen.
Jeder Heilige hat auch für unser Leben Bedeutung, denn Jesus Christus ist derselbe - gestern - heute und in Ewigkeit! Der hl. Markgraf Leopold soll für unser Land ein besonderer Fürsprecher sein!
Euer Kaplan Thomas Natek.